Musik und Text in Szenen
Premiere: 30. Januar 2007
Theater Rigiblick Zürich

Gestaltung: Uz Hochstrasser
Spiegelung ist ein menschliches Urthema. Wer sich spiegelt, sucht Selbstvergewisserung und Erkenntnis. Je nach Art des Spiegels kann aber das Abbild verzerrt sein und die Suche nach Selbsterkenntnis in die totale Verunsicherung führen. "Spiegel im Spiegel" dreht sich um das uralte Phänomen der Spiegelung und lotet den Raum zwischen Erkenntnis und Irrtum, zwischen Identitätsgewinn und Selbstverlust auf spielerische Weise aus.
«Spiegel im Spiegel» ist ein abgründig-heiterer Abend, der das komödiantische Potential der Schauspieler ebenso nutzt wie die Kraft der Musik, Abgründe in den Raum zu zaubern und gleichzeitig sicher über sie hinwegzuführen.
Als Narziss starb, waren die Feldblumen traurig; sie wollten ihn beweinen und baten den Fluss um einige Wassertropfen. «Ach!» antwortete der Fluss, «wenn alle meine Wassertropfen Tränen wären, so hätte ich immer noch nicht genug, um Narziss beweinen zu können. Ich habe ihn geliebt.» «Ach!» erwiderten da die Feldblumen, «wie hättest du Narziss nicht lieben können? Er war ja so schön.» «War er das wirklich?» fragte der Fluss. «Wer wüsste das besser als du! Jeden Tag beugte er sich über dein Ufer und betrachtete seine Schönheit in deinem Wasser.» «Ich habe ihn geliebt», gab der Fluss zurück, «aber nur deswegen, weil ich, sooft er sich über mich beugte, den Widerschein meines Wassers in seinen Augen sah.» (Oscar Wilde) |
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Programm
TEXTE AUS:
Platon (427–347 v. Chr.):
Alkibiades I
Ovid (43 v. Chr.–18 n. Chr.):
Metamorphosen, Drittes Buch
Martin Buber (1878–1965):
Elemente des Zwischenmenschlichen
Jean-Paul Sartre (1905–1980):
Der Ekel
Ken Campbell (*1941):
Mr. Pilks Irrenhaus
Joachim Bauer (*1951):
Das Gedächtnis des Körpers
u.a.
MUSIK
Instrumental (adaptiert für Flöte und Klavier):
Johann Sebastian Bach (1685–1750):
Partita für Flöte
Canon perpetuus
Jehan Alain (1911–1940):
Trois Mouvements, Allegro vivace
Arvo Pärt (*1935):
Spiegel im Spiegel
Helmut Sonderegger (*1951):
Spiegelspiele für Flöte und Klavier (Auftragswerk)
Uraufführung
Lieder:
Friedrich Holländer (1896–1972):
Reizend
Keiner weiss wie ich bin, nur du
Kurt Weill (1900–1950):
Klops-Lied
Mitwirkende
Schauspiel: René Ander-Huber, Helmut Vogel
Flöten: Claire Genewein
Klavier: Stefi Spinas
Regie: Mathias Wendel
Dramaturgie: Kathrin Siegfried
Technik: Regina Meier
Produktion: Ensemble Miroir
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